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Gesundheit - Was Sie auf Ihrer Botswana-Reise beachten sollten

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Risiken, Prävention, Sicherheit

Wie für alle Länder dieser Erde gelten auch für Botswana bestimmte Hinweise, die in puncto Gesundheit zu beachten sind. Wir weisen darauf hin, dass die hier aufgeführten Informationen lediglich dazu dienen, Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Aspekte zu bieten, eine persönliche medizinische Beratung dadurch jedoch keinesfalls ersetzt wird. Konsultieren Sie vor Antritt Ihrer Reise unbedingt eine tropenmedizinische Beratungsstelle bzw. einen Reisemediziner und lassen Sie sich zu gesundheitlichen Vorkehrungen beraten.

Medizinische Versorgung vor Ort

Die medizinische Versorgung in Botswana ist grundsätzlich besser als in vielen anderen Ländern des Kontinents. Trotzdem ist sie mit südafrikanischen oder europäischen Verhältnissen nicht zu vergleichen. Bedenken Sie immer die Größe des Landes und die spärliche Besiedlung. Daher sind die Wege von einem Unfallort in eine Klinik immer langwierig. Besonders in den Touristenzentren Kasane und Maun ist eine medizinische Versorgung im Krankheitsfall nur sehr eingeschränkt erhältlich. Bitte informieren Sie sich daher vorher über Behandlungsmöglichkeiten vor Ort, wenn Sie mit Vorerkrankungen auf Reise gehen. Ein ausreichender und auch in Botswana gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Rückholversicherung sind unabdingbar.

Okavango Air Rescue

Mit jeder Consafarity-Buchung erhalten Sie über uns eine „Okavango Air Rescue“-Mitgliedschaft mit einer Laufzeit von einem Jahr. Sie haben dadurch Anspruch auf eine Helikoptersoforthilfe mit einem Arzt. Dieser entscheidet dann über Ihre weitere Behandlung und ggf. Ihre Überführung zu einem Krankenhaus (wahlweise auch in Johannesburg) – allerdings befreit Sie dies nicht von der Auslandskrankenversicherungspflicht.

Impfungen

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Als Reiseimpfungen werden neben den gängigen Impfungen (wie Masern-Mumps-Röteln, Polio, Tetanus etc.) Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokkenkrankheit (ACWY) und Typhus empfohlen. Wir empfehlen Ihnen dringend, sich zum Thema „Impfungen“ von Ihrem Hausarzt beraten zu lassen. 

Malaria

Malaria kann in unterschiedlichen Gebieten Botswanas auftreten, weshalb Sie sich diesbezüglich an Ihren Hausarzt bzw. an das Tropeninstitut wenden sollten. Er wird Sie über die unterschiedlichen Möglichkeiten zur (medikamentösen) Prophylaxe aufklären. Weiterhin werden in der Dämmerung langärmelige Hemden und lange Hosen empfohlen sowie Insekten abweisende Mittel und Moskitonetze. Die größte Infektionsgefahr besteht nach der Regenzeit von Mitte Januar bis April.

Gelbfieber

Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z. B. Kenia oder Uganda) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Reisende aus Nicht-Endemiegebieten (z. B. Europa) benötigen nur dann eine Gelbfieberimpfung, wenn sie in einem Gelbfiebergebiet den Flughafen beim Zwischenstopp verlassen oder mindestens 12 Stunden in diesem Flughafen auf ihren Anschlussflug warten. Ein Transit von unter 12 Stunden erfordert keinen Gelbfieberimpfnachweis.

Insekten

Wenn Sie zu Fuß in hohem Gras unterwegs sind, empfehlen wir Ihnen einen Zeckenschutz aufzutragen, da durch Zecken bestimmte Krankheiten übertragen werden können. Bei Symptomen wie Fieber und Müdigkeit sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Schistosomiasis (Bilharziose)

In fast allen Süßwassergewässern Botswanas ist die Bilharziose endemisch (z. B. Limpopo und Molopo River, entlang des Okavango und des Chobe-Flusses). Das Baden, Tauchen und jeder andere Wassersport in Seen und Flüssen, auch im Sambesi, sollte unbedingt vermieden werden.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen oder vorab schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

Anthrax

Immer wieder kommt es in Botswana zu lokalen und zeitlich begrenzten Ausbrüchen der Tierseuche Anthrax (Milzbrand). Kontakt mit erkrankten Tieren kann auch für Menschen gefährlich sein. Insbesondere Flusspferde und Büffel können betroffen sein.

Eine wirksame Präventionsmaßnahme ist sich bei z.B. Fuß-Safaris von toten Tieren fern zu halten.

Landesspezifisches (HIV / AIDS)

Etwa 22 % der Erwachsenen zwischen 15 und 49 Jahren in Botswana sind HIV-positiv. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko der Übertragung.