MAUN

Dieses interessante „Dorf“ im Norden von Botswana ist auch bekannt als die Safari Hauptstadt. Viele Reisende passieren das südlich des Deltas gelegene Maun auf ihrem Weg in das Okavango Delta. Wir empfehlen oft eine Nacht in der Stadt am Thamalakane – einem Nebenfluss des Okavangos – zu verbringen und sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Nutzen Sie die Gelegenheit, um außergewöhnliche Persönlichkeiten wie Guides, Buschpiloten, Fotografen oder Filmemacher kennenzulernen. Zudem rückt dieses „Grenzdorf“ vieles in eine andere Perspektive, bevor es wieder raus in die Wildnis geht.

 

OKAVANGO DELTA

Das Delta hat seinen Ursprung etwa 2.000 km nördlich von Maun in Angola und entstand vor rund zwei Millionen Jahren. Nachdem der Okavango den südlichen Teil Angolas durchfließt und den Caprivi Streifen in Namibia hinter sich lässt, ergießt er sich in einen ca. 15.000 Quadratkilometer großen Schwemmkegel, der sich bis auf etwa 22.000 Quadratkilometer ausdehnen kann. Im Jahr 2014 wurde dieses besondere und weltweit größte Binnendelta zum 1.000. Weltnaturerbe ernannt. Die von Papyrus bewachsenen Auen und Inseln werden Sie in Ihrer Zeit im Delta je nach Safariart zu Pferde, mit dem Geländewagen, zu Fuß, mit dem Motorboot und mit dem Mokoro erkunden. Neben den größeren Vertretern der Tierwelt wie Elefanten oder Nilpferden werden Sie auch zahlreichen Vögeln begegnen, den einmaligen Ruf des Schreiseeadlers kennenlernen und bizarr anmutende Termitenhügel entdecken.

Chiefs Island gehört zu den wenigen Gebieten in Botswana, in denen mit etwas Glück die „Big 5“ zu entdecken sind: Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden. Zudem bieten die unterschiedlichen Landschaften, angefangen beim Swampland über die Savanne bis hin zu Mopanewäldern, eine abwechslungsreiche Szenerie.

Übrigens: Der Name „Big 5“ begründet sich nicht auf die Größe der fünf Tierarten, sondern ist auf die alten Zeiten, in denen ausgiebige Großwildjagd in Afrika betrieben wurde, zurückzuführen. Diese Tiere waren besonders gefährlich zu bejagen – vor allem, wenn sie angeschossen wurden. Ende 2013 hat Botswanas Präsident Sir Ian Khama ein Jagdverbot ausgesprochen und damit weltweit ein Zeichen gesetzt.

 

MOREMI WILDRESERVAT

Das Moremi Game Reserve umfasst ca. 4.872 Quadratkilometer des östlichen Okavango Deltas und ist weltweit berühmt für seine unberührte Natur in dem hervorragende Tierbeobachtungen gemacht werden können. Es ist eines der beeindrucktesten Ziele in Afrika und Reisende aus aller Welt kommen, um dieses einmalige Gebiet zu bewundern.

Die Xanaxa Region ist bekannt für sein hohes Tieraufkommen. Eine Unzahl von Wegen führt Besucher während der Pirschfahrten („Game Drives“) durch ständig wechselnde Landschaften die von Auen- und Mopanewäldern, zu Lagunen und Flusskanälen bis hin zu offenem Grasland reichen. Die Szenerie ist abwechslungsreich und kein „Game Drive“ gleicht dem anderen. Ein großes Aufkommen an Grasfressern, die zu Beginn der Regenzeit ihre Jungtiere setzen sorgt für eine hohe Anzahl von Raubtieren. Halten Sie Ihre Ferngläser und Kameras also jederzeit bereit.

 

KHWAI

Khwai ist ein etwa 1.800 Quadratkilometer großes Gebiet im nordöstlichen Okavango Delta, gleich neben dem Moremi Game Reserve, das von Mopanewäldern bewachsen ist. Das Gebiet ist von einheimischen Khwai Siedlern gegründet und wird vom Khwai Development Trust geleitet. Früher war es als Jagdgebiet ausgeschrieben, dient aber heutzutage einzig dem Naturschutz.  Durch das Gebiet verläuft der Khwai Fluss, der die größte Wasserquelle für Tiere in der Linyanti Region darstellt. Die Gegend besteht aus weitläufigem Grasland, ufernahen Wäldern und Flussauen.

 

LINYANTI

Das Linyanti Gebiet verteilt sich auf ca.1.250 Quadratkilometer im Norden Botswanas. Auch hier wird die Landschaft überwiegend von Mopanen dominiert, allerdings findet man im Norden der Region nahe dem Linyanti Fluss viele Lagunen und Marschgebiete. Von West nach Osten verläuft das Savute Flussbett durch das Gebiet. Früher war das Savute Flussbett, auf Englisch Savute Channel, eine ausgetrocknete Rinne, die nur zur Regenzeit Wasser führte und Tiere anlockte. Seit 2008 führt das Flussbett wieder durchgängig Wasser.  Die Tier- und Pflanzenwelt in dieser Region ist sehr lebhaft und definitiv einen Ausflug wert.

                                     

SAVUTE – CHOBE NATIONAL PARK

Savute liegt im Südwesten des Chobe National Park, welcher insgesamt etwa 11.000 Quadratkilometer umfasst. Einst war dieses Gebiet auch Teil des bereits erwähnten, riesigen Sees, doch inzwischen ist nicht mehr als ein Kanal übrig geblieben, der sich aus dem Selinda Spilway speist, um in den Savute Sümpfen zu versickern. Dieses nach Wasser durstende Areal ist für seine große Anzahl an Löwen und Hyänen bekannt, das durch Filme wie „EternalEnemies“ und BBC‘s Planet Earth berühmt wurde. Des Weiteren können Wildhunde und Geparden beobachtet werden und auf den Hügeln, den sogenannten "kopjes", lassen sich 4.000 Jahre alte Malereien der Bushmänner finden. „Game Drives“ finden hauptsächlich in den vier Pfannen statt (Main Pan / Rhino Pan / Maribou Pan / Harvey’s Pan) – diese sind im Winter die einzige Wasserquelle, zu der Tiere sich meilenweit auf den Weg machen und somit Besuchern eine hervorragende Plattform zur stundenlangen Beobachtung bietet.

 

CHOBE FLUSSUFER – CHOBE NATIONAL PARK

Der Chobe hat seinen Ursprung in Angola, wo er Kwando genannt wird, geht dann über in den Linyanti und heißt auf seinen letzten 60 km schließlich Chobe. Vor einigen Millionen Jahren ist er weiter südlich in Richtung der Kalahari geflossen, doch durch tektonische Verschiebungen geht er heutzutage im Norden Botswanas in den Zambezi über. Vor dem Übergang spaltet er sich im Nationalpark noch in verschiedene Kanäle und Auen auf, was eine unvorstellbare Menge an Leben mit sich bringt. Dieses Gebiet des Nationalparks ist die Heimat von über 2.000 Zebras, 4.000 Büffeln und – was ein ganz besonderer Höhepunkt ist – dem größten Aufkommen an Elefanten weltweit. Mit 45.000 Tieren bietet es eine sichere Oase für das größte Geschöpf an Land – anhand der vielen verschiedenen Herden können wunderbar Beobachtungen dieser einmaligen Tiere und ihrer Verhaltensweisen vorgenommen werden. Der Fluss selbst beherbergt reichlich Nilpferde und Krokodile und weist auch ein immenses Vorkommen an Vögeln auf.

 

NXAI PAN NATIONAL PARK

Dieser Park – bestehend aus verschiedenen, fossilen Pfannen, die mit kurzem, nahrhaften Gras überdeckt sind und besser bekannt ist als die „Paradise Pan“ – umfasst eine Größe von ca. 2.580 Quadratkilometern. Vereinzelte „Akazienbaum-Inseln“ bieten Tieren während der Hitze des Tages eine gute, Schatten spendende Rückzugsmöglichkeit und schaffen somit eine wunderschöne, einmalige Szenerie. Das Gebiet beheimatet sowohl Impalas als auch Springböcke, was außergewöhnlich ist, da beide Arten normalerweise in unterschiedlichen Regionen leben. Sie kommen gemeinsam mit Gemsböcken, Zebras und Gnus in Herden zur Hauptpfanne, um unter den wachsamen Blicken der heimischen Löwen ihren Durst zu stillen. Mit etwas Glück können sogar Leoparden, Geparden und Wildhunde angetroffen werden. Löffelhunde und Schabrackenschakale sind zahlreich vorhanden ebenso eine Vielzahl an Vögeln. Dieses Gebiet Botswanas erinnert an das „alte Afrika“ – mit seinen weiten, offenen Landstrichen versetzt es Besucher in eine andere Zeit.

 

MAKGADIKGADI NATIONAL PARK

Im Westen des Makgadikgadi National Parks bildet der Boteti die Grenze. Der Fluss speist sich aus dem Delta und ist einige Jahre lang nicht geflossen. Inzwischen stillt er wieder den Durst vieler Tiere, wie beispielsweise Zebras und Gnus, die besonders während der Migration von April bis Juni und von November bis Januar in großen Herden hier entlangziehen.

Neben der Fülle an Leben und der Vielfalt, die durch das Wasser bedingt sind, erinnern die Geier auf den zahlreichen Kameldornakazien am Flussufer an ein Schicksal, das die Tiere in trockenen Zeiten ereilen kann. Durch den Durst geschwächt, erliegen viele Tiere der Erschöpfung, weshalb diese Region vermehrt von Raubtieren, wie beispielsweise der Braunen Hyäne aufgesucht wird. Diese seltene, meist nachtaktive Spezies zählt inzwischen nur noch in etwa 5.000 bis 8.000 Exemplare in ganz Afrika, wovon die meisten in Botswana beheimatet sind.

 

MAKGADIKGADI SALZPFANNEN

Diese Formationen gehören mit etwa 8.400 Quadratkilometern zu den größten Salzpfannen der Welt und sind das Überbleibsel eines riesigen Sees. Sie liegen im nordöstlichen Bereich der Kalahari und südöstlich des Okavango Deltas. Die Gegend der Salzpfannen ist die am dünnsten besiedelte Region Botswanas. Bei der Erkundung dieses außergewöhnlichen Gebietes werden Sie vermeinen, die Krümmung der Erde wahrzunehmen. Zudem ist hier eine ganz besondere Kolonie beheimatet: die Erdmännchen oder auch Surikate genannt. Besonders für Familien ist ein Besuch dieser Gegend lohnend, die auch mit einer Übernachtung auf den Salzpfannen unter freiem Himmel arrangiert werden kann.

 

ZENTRAL KALAHARI WILDRESERVAT

Mit ca. 52.800 Quadratkilometern ist das Central Kalahari Game Reserve das zweitgrößte Wildreservat der Welt. Während goldenes Grasland und weite, kahle Pfannen direkt das Gefühl von unendlichem Raum und totaler Abgeschiedenheit vermitteln, finden Sie sich nachts unter einem schier endlosen Sternenhimmel wieder. Tagsüber können Sie sich an hier ansässigen Tieren wie den Spring- und Gemsböcken, Gnus, Kuh- und Elenantilopen sowie an Löffelhunden, Riesen- und Weißflügeltrappen erfreuen. Mit etwas Glück zeigt sich auch ein Gepard und schwarzmähniger Löwe, während Sie dem hier typischen Ruf des Schabrackenschakals lauschen oder der männlichen Rotschopftrappe bei seinem lebensgefährlich anmutenden Balzflug beobachten.

 

KHAMA RHINO SANCTUARY

Das Khama Rhino Sanctuary ist ein Schutzgebiet im zentralen Botswana. Hier können neben Spitz- und Breitmaulnashörnern auch Zebras, Gnus, Impalas, Springböcke und Schakale entdeckt werden. Zudem bietet das Sanctuary geführte Pirschfahrten, Buschwanderungen und Vogelbeobachtungen an. Das Khama Rhino Sanctuary wurde 1989 gegründet, nachdem die Spitz- und Breitmaulnashörner durch Wilderei fast ausgestorben waren. HGHHh_eute leben hier wieder 35 Breitmaulnashörner und seit 2008 auch wieder ein Spitzmaulnashorn.

Die nächsten größeren Städte sind Gaborone und Francistown sowie das nur 20 km entfernte Dorf Serowe, das Stammsitz der Khama Familie ist. Khama stellte sowohl den ersten Präsidenten (Sir Seretse Khama) als auch den jetzigen – seinen Sohn Ian Khama, sowie dessen Bruder Tshekedi Khama als Umweltminister.

 

TULI BLOCK WILDRESERVAT

Das wunderschöne Wildreservat an der Grenze zu Südafrika und Simbabwe erstreckt sich entlang der Flüsse Shashe, Motloutse und Limpopo und ist von vielfältigen Lebensräumen geprägt. Hier finden Sie Mopane-Buschlandschaften, Flusswälder und Marschgebiete, die von beeindruckenden, hohen Sandsteinfelsen, Basaltformationen und ungewöhnlich geformten Hügel (Kopjes) geprägt sind. In dieser vielfältigen Umwelt finden sich 48 Säugetierarten und 350 Vogelarten. Zu den vorkommenden Wildtierarten zählen Elefanten, Kudus, Zebras, Impalas, Duckers, Gnus, Wasserböcke, Steinböckchen und Warzenscheine. Aber auch Raubtiere wie Löwen, Leoparden, Geparden und Hyänen sind hier heimisch. Der Tuli Block im Osten Botswanas ist ein zehn Kilometer breiter Landstreifen der 180km in südlicher Richtung zum Martin’s Drift verläuft. Hier finden sich viele kommerziell betriebene Betriebe und Wildfarmen mit Einrichtungen für Touristen. Das Reservat kann zu Fuß, per Fahrrad, mit dem Pferd oder sogar im Heißluftballon erkundet werden. Das Northern Tuli Game Reservat beinhaltet drei private Konzessionsgebiete: Tuli Safari Lodge, Nitani Private Game Reserve und Wildreservat Mashatu.

 

MASHATU WILDRESERVAT

Das Reservat nimmt ca. 450 Quadratkilometer des nordöstlichen Tuli-Blocks ein. Eine Besonderheit des Parks sind die bis zu 1.300 Jahre alten Mashatubäume entlang des Limpopo. Wer nach kulturellen Eindrücken sucht, sollte östlich von Salomos Mauer die versteckten Ruinen von Motloutse, ein Steindorf aus der Ära Great Zimbabwes, besichtigen.

Im Mashatu Reservat können Sie Raubtier- und Elefantenforschern über die Schulter gucken und etwas über das Verhalten, die Ernährung sowie den Lebensraum und die Fortpflanzung der Tiere lernen. Gleichzeitig haben Sie die Möglichkeit sich ausführlich über Artenschutz zu informieren.

 

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LIVINGSTONE UND DIE VICTORIAFÄLLE (SAMBIA & SIMBABWE)

Der Ort Livingstone liegt sehr nah an den Victoriafällen und ist deshalb ein beliebter Zwischenstopp für Besucher. Hier gibt es viele kulturelle Attraktionen wie Museen und historische Touren. Die Victoria-Wasserfälle gehören zu den berühmtesten der Welt. Sie erstrecken sich über 1.688m und haben eine Höhe von bis zu 100m. Mit circa 550 Millionen Liter pro Minute sind die Fälle die größten auf der ganzen Welt. Der Wasservorhang wird durch einzelne, direkt an der Klippe liegenden Inseln unterbrochen und teilt somit den Wasserfall in mehrere Wasserfälle. Der Bereich um die Wasserfälle ist von Regenwald umgeben und weist Pflanzenarten auf die so nicht in Simbabwe oder Sambia vorkommen. Der Regenwald kann hier nur so gut gedeihen, da er vom Sprühregen der Wasserfälle bewässert wird.